Sonntag, 4. April 2010

Sakya Pandita


Sakya Pandita Künga Gyaltsen (tib.: sa skya pandita kun dga' rgyal mtshan, tibetisch: ས་སྐྱ་པཎྜི་ཏ་ཀུན་དགའ་རྒྱལ་མཚན་; * 1182 in Sakya Dzong; † 1251) oft nur „Sakya Pandita“ genannt, gehört zu den „Fünf Ehrwürdigen Meistern“, die als eigentliche Gründer der Sakya-Tradition des tibetischen Buddhismus gelten. Zu diesen fünf Meistern zählen neben Sakya Pandita Sachen Künga Nyingpo, Sönam Tsemo, Dragpa Gyaltsen und Chogyal Phagpa.

Sakya Pandita wurde als einer der größten Gelehrten bekannt und gilt als einer der größten Gelehrten des tibetischen Buddhismus überhaupt.

Zusammen mit dem indischen Gelehrten Śakyaśrībhadra übersetzte er wichtige Texte zur Logik, die in den „neuen Schulen des Buddhismus in Tibet“ (Sarma) ein Standardwerk zu diesem Thema wurden. Auch seine Darlegungen zur „höchsten Sicht“ im Rahmen der Sakya-Lehren sind von großer Bedeutung.

Im Jahr 1247 reiste Sakya Pandita, der inzwischen sechster Sakya Trizin geworden war, in Begleitung seines Neffen Chögyal Phagpa auf Einladung des Mongolenfürsten Godan Khan in die Mongolei. Dort entwarf er eine Grammatik für die mongolische Sprache und begann, den Buddhismus im Land zu verbreiten. Seine Verbindung zu den Mongolen war für die politische Situation Tibets von großer Bedeutung. Sein Neffe Chögyal Phagpa wurde später von den Mongolen zum Vizekönig über Tibet ernannt. Sakya Pandita verstarb 1251 in Liangzhou (heute Wuwei in Gansu)